Ihr Motto?
Ich folge da Thees Uhlmann und meine Wahrheit in 17 Worten ist:
„Ich hab ein Kind zu erziehen, Dir einen Brief zu schreiben und ein Fußballteam zu supporten.“
P.S. Schöne Nebengeschichte: es sind nur 16 Worte. Dies ist aber allen erst aufgefallen, als das Lied schon raus war. Das macht es als Motto für mich noch passender.
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Am liebsten stelle ich mir vor, wie andere Realitäten/Leben aussehen könnten. Zum Beispiel wenn ich ein erleuchtetes Fenster im Dunkeln sehe oder ein vollgepacktes Auto – welches Leben mag wohl dahinter stecken? Einmal habe ich mit meinen Kindern einen kleinen pinken Mini-Dinosaurier auf einem Stein im Wald gesehen und wir haben uns ausgemalt, wie ein Welt wäre, in der kleine pinke (sehr schreckhafte) Dinosaurier leben würde. Das Nachbarskind hat uns nur mit offenem Mund angestarrt…
Welche Gabe würden Sie gern besitzen?
Ich würde gerne die Zeit anhalten können – zum einen, weil meine Tage oft zu kurz sind für alles, was ich gerne machen möchte und zum anderen, um die schönen Momente länger festhalten zu können.
Der mutigste Moment in Ihrem Leben?
Ich hoffe, der kommt noch. Ich träume schon sehr lange davon, mal als Stand-Up-Comedian aufzutreten, aber bislang ist der Respekt zu groß, sich ernsthaft an das Thema ran zu wagen. Solange müssen meine Vorträge reichen 😉
Das Schönste an Ihrem Beruf?
Ich empfinde es als Privileg, bei der Zentralen Fachbibliothek für Medizin zu arbeiten. Denn so kann ich die Informationsversorgung für Mediziner:innen und Forscher:innen unterstützen, die so vielen Menschen helfen. Es gibt mir Sinn, Kraft und Energie, mich dafür einzusetzen und so im Hintergrund und indirekt Verbesserungen im Leben von Vielen zu bewirken.
Was müsste man erfinden?
Ich finde, es sollte kabellosen Strom geben. So ähnlich wie WLAN fürs Internet.
Keine Abhängigkeiten von Steckdosen und Batterien. Viel umweltfreundlicher. Das fände ich wirklich auf allen Ebenen (für mich, für alle, für den Weltfrieden) – wirklich sinnvoll…
Mit wem würden Sie gerne für einen Tag den Platz tauschen?
Da ich mein Leben im Grundsatz mag, muss es kein ganzer Tag sein, aber ich würde gerne einen Moment mit einer Person tauschen – und zwar mit Marcel Risse.
19. November 2016 – Stadion Gladbach – Marcel Risse, Spieler des 1. FC Köln, Derby gegen Gladbach, letzte Minute der Nachspielzeit, es steht 1:1, nochmal Freistoß für Köln, Risse atmet tief aus, alle Augen auf ihn, er läuft an, er schießt – den perfekten Freistoß und Tor!!!! Die totale Ekstase bricht aus. Was für ein perfekter Moment – wie muss er sich da gefühlt haben – das würde ich gerne erleben:
https://youtu.be/lsb5FhXlL6c?si=wOGGc1mccN6LuT8K
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Ach, ich finde alle Fehler in Ordnung. So lange die Wertschätzung grundsätzlich stimmt, entschuldige ich eigentlich alles. Menschen machen Fehler. Punkt.
Ihre Lieblingsheldin in der Wirklichkeit?
Ich habe nicht eine:n Held:in, sondern die vielen Menschen, die ich kenne, die Grenzen, Hürden – meist in sich selbst – überwinden, bewundere ich über alle Maßen. Wie meine Freundin, die als Ärztin jetzt noch parallel eine Schauspielprüfung ablegt – einfach weil sie zwei Leidenschaften hat, eine andere Freundin, die mit drei Söhnen jetzt ihren ersten Buchvertrag unterschrieben hat und wieder die andere, die aus einem schweren Verlust und einer Kündigung heraus ihre Berufung als herausragende Bestattern gefunden hat. Und ich könnte die Liste endlos fortführen…
Ihr/e Lieblingsband?
Ich mag wirklich viel Musik, insbesondere, wenn die Texte stimmen und eine Gitarre dabei ist. Meine absolute Lieblingsband war aber immer Bush. Nicht nur, dass der wunderbare Sänger Gavin Rossdale meine Wände und Schulhefte während meiner Teenagerzeit tapeziert hat. Auch mag ich die Mischung von Melancholie und Kraft und den Wechsel zwischen Laut und Leise, der für Grunge üblich ist. Außerdem bin ich grundsätzlich für den Außenseiter und das war (und ist) Bush z. B. gegenüber Nirvana eindeutig.
Ihr Lieblingsbuch?
„Witwe für ein Jahr“ von John Irving. Da geht es u.a. um das Geräusch, was entsteht, wenn jemand versucht, kein Geräusch zu machen. Ich mag es sehr, wenn solche Kleinigkeiten so bezaubernd beschrieben werden und direkt ein Bild in meinem Kopf erzeugen.
Was schätzen Sie bei Ihren Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen am meisten?
Ich habe unheimliches Glück mit meinen Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen. Sie sind unfassbar resilient, sie sind zutiefst freundlich, sie sind mitfühlend und mitdenkend und begeistert von ihrem Beruf. Sie sind der Grund, warum ZB MED so ein besonderer Ort ist.

